@styroll kommentierte zu “… das kürzlich aufgetretene Problem mit den .ts-Dateien …”: Ja, aber ich wüsste jetzt auch nicht, wo oder von wem diese Verbindung hergestellt wurde.
Diese Verbindung stellte ich selbst fest dadurch, dass ich zu diesem Thema auch einen Beitrag geschrieben habe. Die Erläuterung von @menchensued lautete: “MV sucht nach vorhandenen MP4-Dateien, JP nach allen möglichen Quellen”. Für mich sieht es so aus, als ob der MV-Crawler bislang davon ausging, dass alle in der ARD-Mediathek an einer bestimmten Stelle angezeigten Links ausschließlich MP4-Dateien betrafen, und plötzlich waren unerwarteterweise auch Links zu TS-Dateien darunter. Erfreulicherweise ergibt sich jedoch aktuell für MV kein Handlungsbedarf, da seitens der ARD-Leute keine TS-Dateien mehr an dieser Stelle dargestellt werden. Und dass JD z.B. bei Serien auch JPG-Bilder zum Download anbietet, erspart Arbeit, sofern man z.B. solche Beiträge in eine Kodi-Mediathek aufnimmt (da in TheTVdb.com dazu oft, wenn überhaupt, etwas eigenwillige Bilder zu einer einzelnen Episode angeboten werden).
@styroll sagte: “Da müsstest du aber eher bescheidene Downloadraten aufweisen”
Ich weiß nicht, welche Downloadraten Ihr verwendet, meine ist 31.342 kbit oder 3,918 kByte, und ich sehe keinen markanten Geschwindigkeitsunterschied bei Downloads vom ORF im Vergleich zu anderen Sendern (heißt: Maximum und eventuelle Schwankungen bis zur Hälfte dieser Geschwindigkeit sind je nach Netzauslastung normal, wobei solche Schwankungen eher selten auftreten). Meinerseits besteht kein Bedarf nach schnelleren Downloads, und es spielt ja - in diesem Fall bei FFMPEG - auch die lokale CPU-Geschwindigkeit, also eine einigermaßen aufeinander abgestimmte Kette von “Beteiligten”, eine Rolle. Und fürs direkte Viewing wird sowieso nur etwas mehr als die Bitrate der betreffenden Filmdatei benötigt, und da hatte ich noch nie Probleme, wie ruckeln o.ä.
@styroll : Die Annahme ist falsch: JD greift die HLS-Streams ab …
Stimmt, aber nicht generell, wie das folgende Beispiel von JD zeigt:
[image: 1787922304946-1-jd.jpg]
Im oberen Beispiel von ZDF (Bocelli) sind die ersten vier Zeilen mit “hls” gekennzeichnet, jedoch gibt es bei den nachfolgenden auch andere MP4-Dateien mit verschiedenen Auflösungen, die alle in der gleichen Geschwindigkeit downgeloadet werden (Umsetzung oder nicht?), und die alle mittels Quick Time (und natürlich auch mit VLC) abspielbar sind. Warum ein Teil davon auch mit WEBM-Kuvert in JD angeboten werden, weiß ich nicht, aber jedenfalls ist dies, wie oben ersichtlich, bei Sendungen vom ZDF in JD so. Was noch auffällt ist, dass im Fall von Geoblocking die HLS-Streams nicht angeboten werden, die anderen aber schon.
Im unteren Beispiel geht es um arte. Hier ist nicht erkennbar, inwieweit es um HLSs oder MKV geht, jedenfalls kommt hier keine einzige Datei mit WEBM vor. Aber es gibt neben verschiedenen Auflösungen auch andere Merkmale, wie unterschiedliche Sprachen, unterschiedliche Bitrates bei gleicher Auflösung, Versionen für Hörgeschädigte und/oder? mit Untertiteln. Da beim ZDF auch die Sprache angegeben wird, könnten anderssprachige Beiträge auch angeboten werden, kam aber bei meinen Auswahlen bislang noch nicht vor.
Ich verwende JD mit Standard-Einstellungen und habe nirgends eine Auswahl für MKV und/oder HLS getroffen. Das, was gemäß Hardcopy zum Download angeboten wird, erfolgt entweder durch Aufruf von “Webseiten-URL an JDownloader übergeben” in MV oder durch Kopieren der URL des betreffenden Videos (Film/Serien-Episode) in JD.
Es geht also nicht um WEBM oder MP4, sondern JD liefert bei manchen Sendern beide und bei anderen nur MP4s - warum beim ZDF so und bei arte anders weiß ich nicht, aber in JD ist es eben ohne weiteres Zutun so. Welches Quellenmaterial dahinter ist und zwischen welchen Kuverts, Auflösungen etc. gewählt werden kann - möglicherweise gibt es nur ein entsprechend hochauflösendes “Master-Video” sowie geeignete Echtzeit-Encoder, die beim Download für die gewählte Auflösung wirksam werden sowie die gewählte Sprache und ggf. Untertitel integrieren.
Vom Arbeiten mit “TS-Doctor” weiß ich allerdings, dass bei Aufnahmen vom TV immer eine Video-Spur, ggf. mehrere Audio-Spuren (unterschiedliche Sprachen und/oder Audio-Bitrates), ggf. mehrere Untertitel (nach Sprache) und eventuell auch Teletext in einer TS-Datei, die von einer Aufnahme des TV-Signals stammt, enthalten sind. Darüber hinaus gibt es darin noch Wiederanlauf-Informationen (bei Übertragungsstörungen) sowie bei manchen Sendern “Füllmaterial” (manche Sender verwenden eine gleichmäßige Bitrate und füllen daher den Stream für eine gleichmäßig hohe Amplitutde auf, andere wiederum eine variable Bitrate mit unterschiedlich hohen Amplituden). Mit TS-Doctor können sodann nicht benötigte Streams sowie Füllmaterial (letzteres, da lokal nicht benötigt) entfernt werden, was in meinem Fall die Dateigröße zumeist um mindestens ein Drittel, manchmal auch mehr, reduziert. Je nach Geschwindigkeit der dabei beteiligten Speichermedien / Server / Netzwerk geht dann die Erstellung der Ergebnis-Datei relativ schnell (2 GB in etwa in 20 Sekunden von 32 Bit-Server auf SSD unter Windows bei ca. 110 MBit im Netz). Wenn hingegen der Download einer MP4-Datei mit 2 GB in etwa 10 Minuten dauert, fällt der Zeit-Mehraufwand fürs begleitende Umcodieren kaum ins Gewicht (zumindest nicht bei meinem Geräte-Setup).
@styroll : Nein, es geht nicht um das MP4-Format, sondern um die Prämisse, dass Sendungen – wo immer auch technisch möglich – ohne jegliche Hilfsprogramme wie ffmpeg heruntergeladen werden können sollen …
Ich bin ebenso für Standardisierung, da damit das Leben erleichtert und der proprietäre Wildwuchs begrenzt wird. Und durch die in MVW etwas andere Suchmethode als in MV ist MWV eine nützliche funktionelle Ergänzung zu MV. Ergänzend dazu bieten die in JD angebotenen MP4-Dateien viele Auswahlmöglichkeiten, zumeist mehr und in höherem Detaillierungsgrad als in MV. Warum die unterschiedlichen Film-/Audio- und Untertitelformate von Sender zu Sender variieren ist vermutlich, wie auch bei MV, mit der Entwicklungshistorie des Produktes erklärbar.
Allerdings ist es auch bei MVW möglich, eine Videodatei zu speichern, wenn diese (Zusatz-)Funktion in VLC verwendet wird. Es dauert zwar länger, da der Film in seiner ganzen Länge “durchlaufen” muss, jedoch kann dies auch im Hintergrund erfolgen, d.h. man könnte nebenbei auch an etwas anderem arbeiten. Wenn jemand jedoch gleichzeitig den betreffenden Film ansehen möchte und im Hintergrund den Film als Datei speichern will, ist dies durchaus möglich (funktioniert z.B. auch beim Ansehen einer DVD. Die Auflösung entspricht jedoch immer jener der Quelle, wie der Film auf DVD gespeichert ist, meistens 1024x768. Das Ergebnis der “gerippten” DVD ist eine MPG-Datei. Gleiches gilt wahrscheinlich für eine Datei mit der in MVW ausgewählten Auflösung). Dieses Verfahren gilt auch für die Einschränkung hinsichtlich ORF bei MVW. Dass dies unter Windows geht, weiß ich aus eigener Erfahrung, bei Apple habe ich es noch nicht ausprobiert. Je nach Auflösung kann es bei mir vorkommen, dass ich diese einheitlich auf 720p mittels Handbrake umwandle, jedoch ist dies nicht grundsätzlich erforderlich.
Letztlich geht es um das Ergebnis, hier um einen Film-Download im MP4-Format in brauchbarer Auflösung, und für die breit gestreute Anwenderschicht von MV gilt: Je einfaacher, desto besser, nicht zuletzt zur Begrenzung des Support-Aufwandes.